Danke Schön!!
Das Ausrichten einer landesweiten Dankeschön-Veranstaltung der Ranger gemeinsam mit EUROPARC-Deutschland für Ihre Freiwilligen wird zur guten Tradition. In diesem Herbst trafen sich die Ehrenamtlichen aus dem ganzen Land am 15. Oktober in der Naturschutzstation Rhinluch. Dr. Norbert Schneeweiß hat die Arbeit seines Teams für gefährdete Arten wie Europäische Sumpfschildkröte, Rotbauchunke, Laubfrosch oder Smaragdeidechse präsentiert. Spannend und bemerkenswert! Im Anschluss gab es noch einen Imbiss in die Teichlandschaft von Linum. Der allabendlich ohrenbeschallende Herbsteinflug zehntausenderGänse und Kraniche in ihre Schlafgewässer bleibt ein unvergessliches Erlebnis.
Hier erhalten Sie einen Überblick über den Tag:
Mehr als 100 ehrenamtlich Aktive genießen einmaliges Naturschauspiel
Die Naturwacht Brandenburg und Europarc Deutschland hatten zur Dankeschön-Feier eingeladen und mehr als 100 Freiwillige sind dem Ruf am Samstag nach Linum gefolgt. Nach dem Besuch der Naturschutzstation erlebten die Gäste den Abendeinflug von mehr als 30.000 Kranichen.
LINUM
Vom Nationalpark Unteres Odertal bis hin zum Biosphärenreservat Spreewald sind die ehrenamtlichen Unterstützer der Naturwacht in´s Storchendorf Linum gekommen. Die Weißstörche sind längst in Schwarzafrika, doch im Oktober ist Linum für seine herbstlichen Kranichgäste weithin bekannt.
„Es ist gute Tradition, dass wir uns für ihr Engagement im Freiwilligenprogramm mit einer Veranstaltung bedanken, die der fachlichen Fortbildung und dem Erfahrungsaustausch dienen“, begrüßte Naturwachtleiter Manfred Lütkepohl seine Gäste. Im ganzen Land unterstützen 263 Freiwillige Brandenburgs Ranger bei Vogelzählungen, beim Junior Ranger-Programm, bei Führungen, Vorträgen oder dem Fledermausschutz.
Bettina Soethe verwies in ihren Grußworten als Freiwilligenkoordinatorin von Europarc-Deutschland auf den europaweiten Zusammenhang dieser Freiwilligenbewegung für den Naturschutz und unterstrich, dass Brandenburg dabei in Europa zu den führenden Regionen zähle.
Das Rahmenprogramm war eng gestrickt: Nachdem Dr. Norbert Schneeweiß die Gäste durch die Naturschutzstation Rhinluch geführt und heimische Sumpfschildkröten und Smaragdeidechsen vorgestellt hatte, stand der erste nachmittägliche Abstecher in´s Linumer Teichgebiet auf dem Programm. Hier fanden die Vogelbegeisterten an tief
hängenden Weidenästen kunstvoll gewobene Beutelmeisennester, die wie braungraue Socken an der Wäscheleine im Wind wehten. Hölzerne Beobachtungstürmen boten weite Blicke in die flachen Teiche: „Schnatterenten, Löffel- und Krickenten sowie unzählige nordische Gänse“, wurden unaufhörlich von Vogelkundlern die hier rastenden Arten vorgestellt. Am Himmel zogen lauthals Kraniche und aufgeregt flatternde Gänsescharen. „Sehr schön sehen sie die Blessgänse mit der weißen Blässe und dahinter im Formations-V die viel dunkleren Saatgänse“, erläuterte ein Mitarbeiter der Naturschutzstation.
Zurück an der Naturschutzstation bereiteten sich die Freiwilligen bei heißem Kaffee auf den Höhepunkt vor: Den abendlichen Teicheinflug der aktuell mehr als 30.000 Kraniche. Dabei waren sie alles andere als allein. Die Landstraße von Kremmen nach Linum glitzerte im Abendlicht von hunderten parkender Autos. Eine Gulaschkanone bot wärmende Speisen und dem Volksfestcharakter auf den Wegen, erwartungsfrohe Menschen wohin das Auge sah, folgte das Flugfest am Himmel.
Ab 17.30 Uhr zog eine Kranichkette an der anderen von den abgeernteten Maisfeldern ins Teichgebiet. Laut trompetend die Alttiere, immer wieder unterbrochen vom hohen Piepsen der Jungen. Der Himmel wurde fahlblau, orangerot und langsam dunkel. Immer neue Trupps folgten, segelten im Landeanflug in die Wiesen und gesellten sich in eleganten Landemanövern zu bereits rastenden Artgenossen. Empfindlich kalt war es geworden und doch: Was für ein atemberaubendes Naturschauspiel.
In den nächsten Tagen stellen wir eine Bildergalerie zum Freiwilligen - Dankeschön auf diese Seite