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Unsere Junior Ranger Sommercamps

 

Ja so war`s...

9. internationales Junior-RangerCamp auf Burg Rabenstein

Reise ins verregnete Mittelalter

Dass das Leben im Mittelalter kein Zuckerschlecken war, haben mehr als 100 Junior Ranger aus Brandenburg und Polen am ersten Ferienwochenende hautnah auf Burg Rabenstein erfahren. Doch trotz Dauerregens hatten alle viel Freude beim 9. internationalen Sommercamp.

RABEN
Die Mauern, Gewölbe, Ställe und besonders die wärmende Backstube von Burg Rabenstein waren vom 1. bis zum 3. Juli fest in der Hand von fünf- bis 16-jährigen Naturschützern, die aus 12 Großschutzgebieten Brandenburgs und dem polnischen Landschaftspark Warthemündung in den Fläming gereist waren. Rund um die Burg loderten rauchende Lagerfeuer, über denen große Kessel glühten. Hier schürten die Kinder das Feuer, kochten heißen Lindenblüten- und Holundertee, härteten Speere oder rösteten Knüppelkuchen am Stock.

Der Blick von Rangerin Marina Czepl ging immer wieder sorgenvoll zum Himmel. Doch nachdem Petrus am Freitagabend bei der Nachtwanderung zu Fledermäusen noch gnädig war, schickte er am Sonnabend eine Regenwand nach der anderen. „Egal, wir machen jetzt das beste daraus“, ließ sich die Betreuerin der Junior Ranger im Naturpark Hoher Fläming nicht beirren.

So schlüpften die Junior Ranger den ganzen Samstag immer wieder in neue Rollen: In der Scheune kneteten die „Bäcker“ Teig, formten „allerley“ phantastische Gebäckstücke und schleppten die gefüllten Bleche zum Steinbackofen. Die „Jäger“ übten sich an Strohballen im Bogenschießen, „Weber, Filzer und Färber“ sorgten für bunte wärmende Umhänge, „Kräuterheiler“ beugten Krankheiten vor und die „Musikanten“ entwarfen Musikinstrumente, mit denen sie abends zum wärmenden Tanz aufspielten.

Bei der offiziellen Begrüßung am Samstagvormittag wurde es ganz still, als Axel Steffen vom Umweltministerium im Rittersaal Nachwuchsranger mit einem Holzschwert zu Junior Rangern schlug. „Die ausgezeichnete Jugendarbeit der Naturwacht Brandenburg zeigt sich auch darin, dass ihr Junior Ranger-Programm bereits zweimal von der UNESCO als beispielhaft ausgezeichnet wurde“, fand der Abteilungsleiter des Naturschutzes lobende Worte.

Lob gab es auch von den Kindern. „Mit hat unser Mittelalterleben in der alten Burg Spaß gemacht. Am besten waren die vielen Feuer und die Fledermäuse“, freut sich die 12-jährige Anna über den spannenden Ferienanfang. „Und unser Fußballturnier“, ergänzt der gleichaltrige Marc.


Unsere Camps und die Fotogalerie

Jährlich treffen sich die Junior-Ranger-Gruppen der Naturwacht in einem Camp zu gemeinsamen Aktionen. Damit das Camp ein wunderschönes Erlebnis für die Teilnehmer/innen wird, möchten die Ranger ein paar Andenken verteilen, wie kleine Rangerhüte. Die Kosten können natürlich nicht über den geringen Teilnehmerbetrag gedeckt werden. Schließlich sollen ja alle Junior-Ranger teilnehmen können. Ihr seid also herzlich eingeladen, Euch zu informieren und live dabei zu sein.

Nochmal zum geringen Teilnehmerbetrag. Herzlichen Dank an:

Familienhotel Brandtsheide, das zwei große Zelte im Wert von 1000,00 € gesponsert hat.VR- Bank Brandenburg für 200,00 € unde-on edis AG Belzig für 200,00 €.Brücker Agrar & Landschafts GbR (Titanen der Rennbahn) für ihre Bereitschaft von Kremsertransporten, die auf Grund der Wettercapriolen leider ins Wasser gefallen sind.Gemeinde Wiesenburg/Mark für 400,00 €, der Flämingfarm Grubo für 100,00 €,Agrargenossenschaft „Hoher Fläming“ e.G. für Logistik,der Gemeinde Raben, dem Spielmann Seybot, der für Unterhaltung am Lagerfeuer bzw. im Rittersaal sorgte,

der Oberförsterei Wiesenburg,

dem Naturpark-Informationszentrum,

dem Getränkehandel HÖHNE aus Niemegk,

dem Team der Burg Rabenstein sowie bei allen Eltern und Freiwilligen.



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Zusammenarbeit im europäischen Netzwerk der Junior Ranger

Das Junior Ranger-Programm der Naturwacht Brandenburg legt Wert auf inter­nationalen Austausch und länderübergreifende Sichtweisen.
Jährliche  internatio­nale Junior Ranger-Camps bieten beliebte Anlässe für einen lebendigen Wis­sens- und Erfahrungsaustausch. Dabei lernen die Teilnehmer fremde Lebensstile kennen und kehren mit wertvollen Anregungen im Gepäck zurück.

Das von EUROPARC Federa­tion unterstützte internationale Netzwerk steht zudem für den Ansatz, jungen Menschen ein Bewusstsein für die besondere Bedeutung und Werte ihrer Heimatregion zu vermitteln.

Zugleich lernen sie globale Zu­sammenhänge zu verstehen und daraus lokale sowie regionale Handlungschancen abzuleiten. Dazu gehört es, den Junior Rangern die Funktionen „ihres“ Schutzgebietes für den Erhalt von Arten und Lebensräumen, für die Erholung von Menschen und - ganz wichtig - für die Sicherung lokaler Arbeitsplätze zu vermitteln.