Sie haben Fragen?
Dann helfe ich Ihnen gerne weiter.
Roland Schulz
Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0331 / 97164-810
Fax 0331 / 97164-770
Mail: roland.schulz(at)naturwacht.de
Aktivitäten der Naturwacht
Gerne informieren wir Sie kostenlos und regelmäßig über unsere Projekte.
-> hier bestellen
Entsprechend werden in Rahmen von Junior Ranger-Projekten verschiedenste Themen aus den Bereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie bearbeitet und in direkten Zusammenhang mit dem jeweiligen Schutzgebiet gebracht:



Selbstbestimmtes und projektorientiertes Lernen sind nachhaltige Lernmotoren für die Junior Ranger. In diesem Rahmen können Projekte zum Artenschutz, der Reduzierung des Energieverbrauchs oder zu nachhaltigen Lebensweisen aus dem näheren Umfeld umgesetzt werden. Junior Ranger bearbeiten Fragestellungen stets unter mehreren Aspekten: So etwa aus ökologischer, sozialer oder ökonomischer Sicht. Nach eingehenden Recherchen und Diskussionen entscheiden sie über angemessenes nachhaltiges Handeln. Dabei üben sie Fähigkeiten wie Probleme erkennen, Wissen erwerben, Handlungsmöglichkeiten entwickeln, Partner suchen und Projekte fachgerecht umzusetzen. Dies sind Grundlagen, mit denen sie ihre Umwelt letztlich verantwortungsbewusst gestalten können. Einige besonders wichtige Punkte werden im Folgenden kurz erläutert:
Junior Ranger sind besonders motiviert, wenn sie in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Ihre Ideen, Erfahrungen und Themenwünsche werden ernst genommen. Sie sammeln selbständig Informationen zu den Projekten.
Das erfordert beim Gruppenleiter gute moderierende Fähigkeiten. Sein Augenmerk liegt darauf, unterschiedliche Meinungen nicht zu nivellieren, sondern bei Konflikten nach gemeinsamen tragfähigen Lösungen zu suchen.
Junior Ranger lernen durch Projektarbeiten vorausschauendes Denken. Konkret kann das heißen: Sie entwickeln in einer Ideenwerkstatt Visionen für ihr Dorf, ihr Schutzgebiet, oder die benachbarte Teichlandschaft. Sie diskutieren, welche Folgen bestimmte Aktionen nach sich ziehen könnten und üben so nachhaltiges Planen.
Ein entscheidender Schritt hierbei besteht darin, mögliche Veränderungen zu erkennen, zu benennen und gezielt zu beobachten.
Durch praktische Projekte können Junior Ranger Veränderungen selbst in Gang setzen. Dabei sollte der Gruppenleiter die Junior Ranger animieren, die Wirkung des eigenen Handelns über einen längeren Zeitraum zu beobachten und auszuwerten.
Auch kritische Fragen sind willkommen. Etwa: „Was heißt es denn, gut zu leben? Oder: „Was macht Lebensqualität aus?“ Hier sind Projekte zu Themen wie Konsum, Lebensstil sowie Ernährung hilfreich.
Junior Ranger sind organischer Teil der lokalen Gemeinschaft. Dabei können sie etwa Patenschaften mit Schulen und Kindergärten eingehen und so am Bau dauerhaft tragfähiger Gemeinschaften mitwirken. Gelingendes nachhaltiges Handeln bedarf vieler Partner. Nachhaltigkeitsthemen wie Schutz der Ressourcen, ökologische Landbewirtschaftung oder energiesparende Bauten erfordern kompetente Partner, die in die Projektarbeit einbezogen werden. Konstruktiv sind Partnerschaften mit lokalen Akteuren der Region wie Interessengruppen für erneuerbare Energien, Naturschutzverbänden, landwirtschaftlichen Betrieben, Kindergärten oder Schulen.
Die Kinder und Jugendlichen lernen, Prozesse in der Natur zu verstehen und zu achten. Sie erfahren den Wert von Gemeinschaft und übernehmen Verantwortung für sich und für andere.
Abenteuer- und Naturerlebnisspiele machen Spaß und unterstützen den Gruppenzusammenhalt. Bewußtest Erleben, Trekkingtouren, im Freien übernachten, selbst gesammeltes Essen verzehren, das Überqueren eines Baches, etwas aus der Natur entnehmen, etwas zurückgeben, die Naturkreisläufe zwischen Mensch-Pflanze-Tier kennen lernen: All dies sind gute Beispiele für die Gestaltung der Projektarbeiten. Und Wetter und Klimawandel sind geeignete Themen, um Junior Rangern ein Gespür zu vermitteln, dass sie Teil einer nicht komplett beherrschbaren Natur sind.
Junior Ranger sind weltoffen.
Der Gruppenleiter ermöglicht den Junior Rangern, auch mit kritischen Partnern des Schutzgebietes ins Gespräch zu kommen. Sie lernen deren Standpunkte und Probleme kennen und sind so in der Lage, sich ein umfassendes Meinungsbild zu verschaffen.
Die Projekte sind so angelegt, dass Junior Ranger interdisziplinäres Arbeiten lernen. Jeder wird gebraucht. Jeder bringt sich entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten ein und kann sich ausprobieren. Allerdings muss das folgende Handeln gut abgestimmt sein.
Besonderes wichtig ist im Rahmen des Junior Ranger-Programms das Überdenken des Gelernten. Die Ergebnisse des eigenen Handels werden hinterfragt und können so zu neuen Erkenntnissen und Handlungsweisen führen.