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Junior Ranger Camp 2010

Junior Ranger tanzen mit dem Wolf - 8. internationales Sommercamp im Spreewald

Rund um die Jugendherberge Lübben hatten 87 Junior Ranger und 30 Betreuer ihre Zelte zum 8. Sommercamp aufgeschlagen. Gegen die brütende Hitze am ersten Ferienwochenende halfen ein Sprung in die Spree und das spannende Programm rund um den Wolf.
 „Noch ist der Wolf nicht im Spreewald angekommen“, war Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer bei der Eröffnung des Camps die Ruhe selbst. Doch eine gute Vorbereitung schadet nie, dachten sich die sechs- bis sechzehnjährigen Junior Ranger aus den Großschutzgebieten des Landes Brandenburg und so kürten sie den Wolf zum Thema ihres dreitägigen Sommercamps. Aus gutem Grund: Langsam und beständig breiten sich die leisen vierbeinigen Jäger im Land aus und besiedeln ihre früheren Lebensräume.



Gemeinsam mit Freunden ...

Gemeinsam mit befreundeten Junior Rangern aus dem polnischen Landschaftspark Warthemündung zeichneten die Kinder Märchen zum Thema Wolf, lernten Spuren von Isegrimms Beutetieren wie Reh oder Hirsch zu lesen und spähten durch ein hoch vergrößerndes Fernrohr nach am Spreeufer versteckten Beutepräparaten. Spannend blieb es, als die „Nachwuchsranger“ Quizfragen zum grauen Neubürger beantworten konnten: „Fressen Wölfe Biber?“, „Wie setzt sich ein Wolfsrudel zusammen?“ oder „Können Wolf und Mensch zusammen leben?“ Lernen darf Freude machen und so sind auch die Kinder ein wenig stolz, dass ihr Junior Ranger-Programm der Naturwacht Brandenburg bereits zum zweiten Mal von den Vereinten Nationen als „Dekadeprojekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde.

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Ob Wölfe Abkühlung im Wasser suchen? Klar, dass die kleinen Ranger nach einer aufregenden Kahnfahrt auf die Lübbener Schlossinsel ins erfrischende Wasser sprangen. Beim Geländespiel auf der Insel wies eine Landkarte den Weg zu kniffligen Fragen. „Für mich waren die Schlossinsel, das Geländespiel und das Baden am schönsten“, freute sich die 11 Jahre alte Marleen aus dem  Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.  
Fast so erfrischend wie ein Bad waren die Spreewaldgurken, die Michael Petschick vom Biosphärenreservat Spreewald spendiert hatte. Wölfe jagen in der Nacht und so erkundeten die Junior Ranger auch die dunklen Stunden. Die 11jährige Elisabeth aus dem Nationalpark Unteres Odertal erlebte dabei Fledermäuse, hörte Eulen und Igel und so manches undefinierbare Rascheln. Klar, schon das Zelten war ein Erlebnis. Auch für die Betreuer. „Wir haben gut geschlafen. Die Nachtruhe um 23.00 Uhr war zu früh,“ übte Darius aus dem Naturpark Schlaubetal dezente Kritik. Ob sich alle daran gehalten haben? „Ich weiß nicht, ob unsere Betreuer so gut geschlafen haben“, fragt sich der 12jährige verschmitzt lächelnd.

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