Ranger-Tipps März 2017

Rangerin Sabine Clausner begleitet uns mit ihren Tipps durch den März. Im Naturpark Westhavelland liegt mit dem Gülper See ein besonderer Rast- und Überwinterungsplatz für Zugvögel. Jetzt werden aus den unermesslichen Vogelscharen wieder Paare. Frühling eben. Danke Sabine!


Wankelmütig

Weidenkätzchen bieten vielen Insekten die erste Nektarweide

Im März stellt sich immer wieder die Frage: Wird es nun Frühling oder nicht?
Manchmal sind die Temperaturen durchaus schon frühlingshaft, dann gibt es wieder Tage, an denen man sich sicher ist, dass der Winter noch da ist. Untrügliches Zeichen dafür aber, dass der Frühling Einzug hält, ist, dass es morgens schon wieder hell ist beim Aufstehen und abends auch erst später wieder dunkel wird.

 

 


Untrüglich

Gelbsterne - eine der ersten Frühlingsblüten

Und wenn man draußen unterwegs ist, begegnet einem der Frühling in den unterschiedlichsten Formen:
Goldsterne leuchten mit der Sonne, wenn diese sich hinter Wolken hervor wagt, um die Wette.
Weiden- und andere Kätzchen sprengen auch schon ihre Knospen.
Die Hasel will den anderen Frühlingsboten nicht nachstehen und sorgt dafür, dass die jeweiligen Bäume und Sträucher nicht mehr so kahl aussehen, bis sie sich mit dem frischen Grün der neu austreibenden Blätter schmücken.



Auf Lebenszeit

Die Brutzeit hat begonnen

Auch in der Vogelwelt tut sich einiges: Zugvögel sind auf dem Weg in ihre Brutgebiete. Einige sind schon angekommen, andere noch unterwegs.
Die Vögel, die hier überwintert haben, sind zum Teil schon paarweise unterwegs.
Graugänse sind sich ein Leben lang treu; Paare sondern sich schon jetzt von den großen Trupps ab und suchen die Zweisamkeit. Graugänse legen, wie die anderen Gänse- und Entenarten relativ viele Eier (um die zehn).

 

 


Heimlich

Bei den Kranichen trifft man kaum noch auf mehrere. Hier ist die Paarbildung nicht zu übersehen; sobald in der nächsten Zeit die Eier (normalerweise 1-2) gelegt sind, wird man auf den Flächen nur noch einzelne Tiere sehen, weil der Partner das Gelege bebrütet. Das Nest sieht man normalerweise nicht. Es ist gut getarnt in schlecht zugänglichen, vernässten auwaldähnlichen Flächen.
Auch die Höckerschwäne sind vornehmlich zu zweit unterwegs. Hier hat man aber im Gegensatz zu den Kranichen die Chance, das Nest zu sehen und eines der Tiere beim Brüten zu beobachten (die Anzahl der Eier ist eher etwas geringer als bei den Gänsen, so um die fünf).