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Roland Schulz
Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0331 / 97164-810
Fax 0331 / 97164-770
Mail: roland.schulz(at)naturwacht.de

23. und 24. Mai
20 Jahre Naturwacht Brandenburg - Festveranstaltung und Fachtagung
Referenten skizzierten in Lindow nachhaltige Wege in die Zukunft
Am 23. Mai feierte die Naturwacht Brandenburg in der Sportschule Lindow mit rund 200 internationalen Gästen ihr 20-jähriges Bestehen . Umweltministerin Anita Tack (LINKE) würdigte in ihrer Begrüßung den Einsatz der Ranger als engagierte Mittler zwischen Mensch und Natur.
In seinem Eröffnungsvortrag ließ Gordon Miller keinen Zweifel daran, dass die Ranger heute weltweit notwendiger sind als je zuvor. Der frühere Präsident der Internationalen Rangervereinigung betonte, dass Ranger gerade in Zeiten des Klimawandels als Vermittler von Umweltwissen gebraucht werden. Nur mit vielen Verbündeten könnten die lebenswichtigen Ressourcen der Menschheit wie Wasser, Boden oder biologische Vielfalt nachhaltig letztlich stabilisiert werden.
Dass es für eine Trendwende zum nachhaltigen Umgang mit diesen Ressourcen noch nicht zu spät sei, machte Professor Wolfgang Lucht vom Potsdamer Institut für Klima-Folgenforschung deutlich. Allerdings seien die Belastungsgrenzen unseres Planeten in naher Zukunft erreicht.
Der Leiter der Naturwacht Manfred Lütkepohl skizzierte deren Geschichte seit Gründung im Jahr 1991. „Heute betreuen rund 98 märkische Ranger in 15 Großschutzgebieten mehr als ein Drittel der Landesfläche“, erläuterte Lütkepohl. Der Leiter der Ranger belegte den erstaunlichen Wandel seiner „lernenden Organisation“ in zwei Jahrzehnten und verwies dabei auf die aktuellen Schwerpunkte Artenschutz, Monitoring, Umweltbildung und hier speziell das mehrfach ausgezeichnete Junior Ranger-Programm.
Anke Rudnik präsentierte ihre 15 Berufsjahre als Rangerin im Naturpark Stechlin - Ruppiner Land. Sie stellte das ständige Entwicklen der fachlichen Qualifikationen und das Miteinander von Kollegen aus unterschiedlichsten Berufszweigen in den Fokus. Ihr Resümee war glasklar: „Bei allen immer wieder auftauchenden Problemen, ich arbeite in meinem Traumberuf“.
Ohne Bildung sei alles nichts, belegte Dr. Christina Kindervater vom Thüringer Kultusministerium. Sie erläuterte den Ansatz „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dieses weltweit geförderte Konzept habe nur eine Chance, wenn dessen Umsetzung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe erkannt werde.
Weitere Vorträge widmeten sich den großen Potenzialen der Schutzgebiete in Brandenburgs. Dazu gehören eine künftig deutlich höhere Wertschöpfung durch naturtouristische Angebote. Bundesweit führend sei das Land bereits im Ökolandbau und bei allen Grenzen des Wachstums gebe es auch hier noch Potenzial, belegten Vertreter des Ökohof Brodowin.
Eine Veranstaltung, auf der die Referenten mögliche Folgen eines unbedachten Umgangs mit den Ressourcen thematisierten und zugleich weltweite wie vor allem auch spezielle Brandenburger Wege in eine nachhaltige Zukunft präsentierten.
Was jetzt nicht vorbereitet ist, wird nicht mehr gehn... Von wegen! Der große Rahmen steht längst und jetzt drücken die vielen kleinen Dinge, die unbedingt realisert sein wollen: Letzte Einladungen, Blumengestecke, veranstaltungsbegleitende Pressekonferenz und Raum - mit Getränken- organisieren, Banner gestalten, Rollup-displays in den Druck geben, Texte übersetzen, Pressemappen bestücken, den Pendelverkehr zum Bahnhof Gransee festlegen, Ausstellungstransport gewährleisten, ...
Wie ein großer Kindergeburtstag eben. Jetzt hoffen wir, dass alle Gäste kommen und freuen uns auf eine schöne Festfeier mit lebendigen Exkursionen.
Ohne gute Partner wäre das Leben schwerer. Viele unserer Partner kommen zur Festveranstaltung am 23. und 24. Mai. Neben dem prall gefüllten Programm werden doch Pausen und der bestellte laue Maiabend immer wieder Möglichkeiten zur Unterhaltung, zum Gedankenaustausch und einfach zum lockeren Plausch bieten.
Als mobile Organisation im Einsatz für Brandenburgs Natur setzt die Naturwacht zunehmend auf umweltverträgliche Erdgasfahrzeuge. Deshalb hier ein besonderer Dank an einen unserer Fahrzeuglieferanten, die Renault Retail Group - Niederlassung Berlin. Sie unterstützen zudem unsere Festveranstaltung in der Sportschule Lindow als Sponsor. Ohne gute Partner wäre das Leben eben schwerer.
Nicht mehr lange und die letzten Plätze dürften vergeben sein. Bislang haben sich annähernd 200 Freunde, Partner und Kollegen zu unserem Geburtstag am 23. und 24. Mai in der Sportschule Lindow angemeldet. Wir freuen uns über jeden Gast, so hat sich die ganze Vorbereitung gelohnt. Ich freue mich jetzt schon, wenn der Startschuss fallen wird und wir gemeinsam etwas feiern, was gar nicht so selbstverständlich ist: 20 Jahre Naturwacht. Doch bis es soweit ist, wird noch eine ganze Menge Wasser Havel, Elbe Oder Spree hinunter fließen. Die Zimmer müssen verteilt werden, Reden wollen geschrieben werden, an Vorträgen wird eifrig gefeilt, Ausstellungen werden vorbereitet und das Rundherum soll ja auch stimmen. Hier in der Potsdamer Naturwachtzentrale jedenfalls brummt es so richtig, haben Sie ihr Ohr schon einmal an einem warmen Sommerabend, möglichst nach Flugende, an einen Bienenkasten gelegt und gelauscht. Dann wissen Sie, was ich meine.
Brandenburg ist ein Mosaik von Hügeln, Wäldern, Mooren, Sand und Seen, bietet zahllose Naturschätze und unvergessliche Naturerlebnisse. Damit dies auch zukünftig so bleibt, hat das Land mehr als 30 Prozent seiner Fläche als Großschutzgebiete ausgewiesen. Hier arbeiten die Hüter der Naturschätze Brandenburgs - die Ranger der Naturwacht.
Der Dokumentarfilm "Wächter der Wildnis" von Felix Krüger begleitet Ranger in drei Großschutzgebieten: im Naturpark Westhavelland, im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Unterschiedliche Landschaften, unterschiedlichen Aufgaben.
Wenn Sie den Film noch nicht gesehen haben, können Sie das gerade auf der Seite des rbb nachholen. Es lohnt sich: Er zeigt wunderschöne Landschaften und engagierte Ranger! Und hier geht es zum Film ...mehr lesen.
23. März: Einladungen gehen raus
AKTUELL falten fleißige Hände die Einladungen und senden sie an viele naturschutzbewegte Adressen in Deutschland. Sollten Sie keine Einladung erhalten, bitten wir Sie noch um etwas Geduld. Ab dem 10. April können Sie sich anmelden, sofern noch Plätze frei sind. HIER finden Sie unser Programm zum 20. Geburtstag.
20 Jahre Naturwacht Brandenburg - AKTUELL
Als 1991 die Naturwacht Brandenburg mit Fördergeldern der Bundesanstalt für Arbeit sowie des Europäischen Sozialfonds aus der Taufe gehoben wurde, wußten alle Beteilgten: Es wird ein spannender Weg.
Es ist ein spannender Weg geworden und eine Erfolgsgeschichte zudem. Ein Meilenstein bildete 1997, als die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg die Trägerschaft der Naturwacht ubernahm. Dadurch hat das Land die finanzielle Verantwortung für die Naturwacht und die aktuell rund 100 Ranger übernommen.

Durch Weiterbildungen zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger sowie gezielte berufsbegleitende Fortbildungen agieren Brandenburgs Ranger heute professionell. Klar: Heute wie vor 20 Jahren steht das Bewahren einer möglichst intakten Natur in den 15 Nationalen Naturlandschaften des Landes - vom Naturpark über das Biosphärenreservat bis hin zum Nationalpark - im Fokus. Doch wer meint, dass sei alles, der irrt. Längst sind die "Mittler zwischen Mensch und Natur" als kompetente Öffentlichkeitsarbeiter unterwegs. In ihrem ambitionierten Junior Ranger-Programm bieten die sie mehr als 200 Kindern und Jugendlichen spannende und interessante Freizeitangebote - Freude an der Natur inklusive. Die Ranger haben mit zahlreichen "Freiwilligen" viel für die heimische Natur und Umwelt angepackt und bewegt. Die Bestände bedrohter Arten werden kontrolliert. Für das europaweite Schutzgebietssystem NATURA 2000 sind die Ranger am Erstellen von Managementplänen beteiligt.
Und wer Brandenburgs Natur unverfälscht erleben will, der sollte unbedingt mindestens eine der 37 Ranger-ErlebnisTouren in diesem Jahr buchen.
In den kommenden Wochen werden wir Sie wöchentlich aktuell über die Tätigkeiten und Angebote der Ranger informieren.
Dabei sind die Ranger nie allein: Als verlässlicher Partner der Schutzgebietsverwaltungen pflegen sie Ranger eine lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Landnutzern und Vertretern des ehrenamtlichen und amtlichen Naturschutzes.