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Roland Schulz
Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0331 / 97164-810
Fax 0331 / 97164-770
Mail: roland.schulz(at)naturwacht.de


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Neues über unsere Arbeit für die Natur Brandenburgs erfahren Sie auch hier:


Umweltbeobachtung sichert Naturerbe

Blattschneiderbiene

Brandenburger Großschutzgebiete gehören zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000.
Die Brandenburger Großschutzgebiete bestehen in wesentlichen Teilen aus besonderen Schutzgebieten nach der EG-Vogelschutzrichtlinie und der EU Fauna-Flora-Habitat-Richtline (FFH). Sie sind unersetzlicher Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Dieses Schutzgebietsnetzwerk wurde installiert, um das europäische Naturerbe zu sichern.

Die Aufgaben der Naturwacht Brandenburg im Zuge der Natura 2000 - Managementplanung:

  • Ranger erfassen innerhalb der Großschutzgebiete Daten für die Dokumentation des Erhaltungszustandes ausgewählter Flächen. Dabei kartieren sie FFH- Lebensraumtypen, ausgewählten Arten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie, Habitatstrukturen und Zerschneidungen von Lebensräumen etwa durch Verkehrstrassen. Weiter messen sie Pegel an Gewässern und im Grundwasser.
  • In den Jahren 2005/2006 haben insgesamt 24 Mitarbeiter an einer speziellen Schulung für die FFH-Lebensraumtypenkartierung teilgenommen. Das Landesumweltamt hat diese Zusatzqualifikation offiziell bestätigt.

Seitdem wurden mehrere Mitarbeiter zu Koordinatoren ernannt, die ihre Kollegen bei Erfassungen im Rahmen des Natura 2000-Programms unterstützen.

Nationale Naturlandschaften sind oft durch weitere internationale Abkommen geschütz:

  • Ramsar-Konvention zum Schutz von Wasservogelrastplätzen
  • Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten
  • Afrikanisch-Eurasischen Wasservogel-Abkommen (AEWA).

 

Schutz von Kranichen, Störchen und Watvögeln
In ausgewiesenen Gebieten müssen rastende Wasservögel, einige Watvogelarten sowie Kraniche und Störche mindestens monatlich gezählt werden. Auch an diesen Erfassungen ist die Naturwacht beteiligt.
Das Landesumweltamt hat zudem eine Liste von Zielarten für den Naturschutz erstellt, die in den Großschutzgebieten kontinuierlich erfasst werden müssen.

Schließlich werden auch Zählungen sogenannter "Problemvögel" für Land- und Fischwirte (Gänse und Kormorane) organisiert,  um fundiertes Datenmaterial als Argumentationsgrundlagen zu liefern.

Schutz für Gewässer und Grundwasserstände
Ranger erfassen ausgewählte abiotische Faktoren wie Grundwasserstände und Daten zur Gewässerqualität.

Das Monitoring erfolgt nach den Vorgaben des Landesumweltamtes und oft in Zusammenarbeit mit Vertretern des ehrenamtlichen Naturschutzes. Es setzt die Tradition der naturkundlichen Heimatforschung fort. Die dabei erhobenen Grundlagendaten werden benötigt, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Anhand dieser Daten kann das Land seinen Verpflichtungen aus internationalen Abkommen nachkommen. Die Naturwacht erhält zudem weitere Kenntnisse über die Schutzgebiete, die in Maßnahmen des Biotop-und Artenschutzes, der Besucherinformation und -lenkung sowie stets aktuelle Umweltbildung münden.

Helfen auch Sie, diese Arbeit für unsere Pflanzen- und Tierwelt zu unterstützen. Wir müssen unser Naturerbe bewahren: Wir haben nur dieses eine! Herzlichen Dank.